Jusos Meißen kritisieren Entscheidung der Stadt Riesa die Band Feine Sahne Fischfilet auszuladen

Veröffentlicht am 31.07.2013 in Pressemitteilung

„Mit der Ausladung von Feine Sahne Fischfilet hat Frau Töpfer gezeigt wie viel Ahnung sie von diesem Thema hat. Nämlich keine! Die Entscheidung über die Absage von Feine Sahne Fischfilet war von falschen Darstellungen sowie politischer Hetze durch die NPD beeinflusst. Anstatt sich auf die Scharfmachungen der NPD oder auf die fehlerhaften Erkenntnisse des Verfassungsschutzes Mecklenburg-Vorpommerns zu stützen, hätte die Band doch einfach persönlich mal gefragt werden können, wie sie zu den Vorwürfen steht. Aber auf diese Idee kam natürlich niemand! “, sagt Christian Heine, Vorsitzender der Jusos Meißen.

Die angeführten Argumente, welche gegen einen Auftritt von Feine Sahne Fischfilet ins Feld geführt wurden, waren verdreht oder ganz einfach kriminalisierend dargestellt. Fakt ist: Feind Sahne Fischfilet stehen im Verfassungsschutzbericht 2011. Der Verfassungsschutzbericht weist allerdings im Zusammenhang mit Feine Sahne Fischfilet klare Fehler auf. So kann zum Beispiel die genaue Anzahl der Bandmitglieder nicht benannt werden. Dafür hätte allerdings ein Blick auf die Homepage der Band ausgereicht, um festzustellen, dass die Band nur 5 statt 6 Mitglieder besitzt. Auch stellt der Verfassungsschutzsbericht generell die Sachverhalte in Mecklenburg-Vorpommern sehr fragwürdig dar. Eine Erwähnung des NSU, welcher nachweislich in Mecklenburg-Vorpommern aktiv war und von dort unterstützt wurde, fand nicht statt. Ebenso wurde der Mord an Mehmet Turgut, welcher vom NSU in Rostock umgebracht wurde, nicht erwähnt. Den Fans von Feine Sahne Fischfilet zu unterstellen durch ihre Anwesenheit würde es zu Schlägereien in Riesa kommen stellt die Spitze der verdrehten Argumentation dar. Herr Koß spielt damit unbewusst oder bewusst der NPD in die Hände, welche mit ihrer reißerischen (Droh-)Mail an die Stadtverwaltung und den Stadtrat das Thema zusätzlich angefeuert hat. „Herr Koß sollte sich fragen, wie sich diese Ausladung auf den Ruf der Stadt auswirkt. Eine Band sowie deren Fans, welche sich klar gegen Ausgrenzung, gegen Nazi-Aktivitäten und für eine weltoffene Gesellschaft einsetzen, zu kriminalisieren ist kein gutes Marketing für die Stadt Riesa, da diese bekanntermaßen Probleme mit Nazis und der NPD hat. Das Stadtfest verliert nicht nur einen musikalischen Höhepunkt, denn abseits der politischen Inhalten machen Feine Sahne Fischfilet einfach nur gute Musik. Sondern die Stadt verspielt auch die Möglichkeit ihr Engagement gegen Rechts einmal praktisch unter Beweis zu stellen!“, so Christian Heine abschließend.

 

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